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Licht nicht nur am Ende des Tunnels

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Der Einsatz von künstlerischer Gestaltung ist in Städten, besonders in jenen mit ausgeprägten Spuren der Vergangenheit, stets problematisch. Farbe ist hingegen dann sehr hilfreich, wenn man in Umgebungen arbeitet, die üblicherweise stark frequentiert, aber unscheinbar bleiben. Die Wände von Tunneln und Fußgängerunterführungen, die jeder von uns kennt, sind manchmal mit spontanen, nicht immer künstlerischen Graffiti überzogen, die hier und dort an Vandalismus grenzen.

In Lyon wurde Farbe eingesetzt, um diese Orte auf koordinierte Weise effektvoll hervorzuheben. Für einige dieser Eingriffe haben sich iGuzzini- Leuchten als ganz besonders pfiffige Lösung bewährt. Mit Unterstützung des Stromkonzerns EDF haben die Stadt Lyon und das örtliche Verkehrsunternehmen Sytral drei Lichtplanungsbüros damit beauftragt, drei Eisenbahnunterführungen der Stadt aufzuwerten. Aurélien de Fursac von der Agentur Latérale hat an der Rue des Émeraudes gearbeitet, Louis Lepoutre von der Agentur Cobalt war am Cours Lafayette eingesetzt, während Olivier Peronny von der Agentur ON an der Avenue Félix Faure tätig war. Alle drei Eingriffe sind Teil des neuen Beleuchtungsplans für das Stadtviertel Part Dieu, und bei zwei von ihnen haben die Planer auf iGuzzini- Produkte zurückgegriffen.

Die Unterführung in der Rue des Émeraudes besteht aus einer Abfolge parallel verlaufender Geraden. Für den Lighting Designer Aurélien de Fursac folgen die Schienen einem Muster, das sich aus Metallpfeilern, Wänden und dem Straßenbelag zusammensetzt. Mithilfe des Lichts arbeitet das Projekt diese Kraftlinien heraus und verwandelt den Ort in Lichtbilder. Besucher können die Struktur des Werkes haptisch erfahren und dessen architektonische Wahrnehmung neu definieren. Abfolge und Häufigkeit der Linien werden von der Installation selbst festgelegt. Dabei arbeitete der Lighting Designer mit nur einem Farbton, dem Smaragdgrün in seinen verschiedenen Abstufungen, von ganz hell bis tiefdunkel. Um Effekte zu erzielen, hat er das farbige, indirekte, hellblaue Licht der Platea- Strahler mit weißen Lichtlinien der Trick-Leuchte überblendet. So hat der Tunneldurchquerer den Eindruck, eine aus 21 Lichtbildern gebildete Perspektive zu durchlaufen. Das Konzept von Olivier Peronny, Inhaber der Agentur ON, für die Unterführung der Avenue Félix Faure basierte dagegen auf Farbe, um das Durchqueren des Tunnels szenographisch zu gestalten und den Nutzer in ein anderes Universum zu katapultieren und ihm die Möglichkeit zu eröffnen, sich von der Materialität des Ortes loszulösen: Das Licht schenkt der Nacht seine Muster und Farben. Die auf die Wände projizierten Licht-Farbspritzer erinnern an die von Pollock in seinen Bildern verwendete „Dripping“-Technik und wurden mit Woody-Strahlern und einer speziellen Linse erzielt.


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  • Jahr
    2019
  • Auftraggeber
    Stadt Lyon
  • Lichtgestaltung:
    Beleuchtungskonzept für Rue des Émeraudes
    Agence Latérale - Aurélien de Fursac

    Beleuchtungskonzept für die Unterführung der
    Avenue Félix Faure
    ON agency

    Beleuchtungskonzept für die Unterführung Delandine
    Jerome Donna (Stadt Lyon)
  • Installer:
    SPIE
  • Fotos
    Michel Djaoui